Verkehr und Lage

Die Standortfaktoren Verkehr und Lage will ich verbessern und offensiv bewerben. Heusenstamm liegt in direkter Nachbarschaft zu Frankfurt und in unmittelbarer Nähe zum Frankfurter Flughafen und zum Flugplatz Egelsbach. Der Metropolregion Rhein-Main ist eine der wachstumsstärksten und wirtschaftsstärksten Regionen Europas. In diesem Kontext soll sich Heusenstamm als moderner Wohnort und innovativer Gewerbe- und Bürostandort positionieren.

Die Gewerbeflächen der Stadt Heusenstamm verfügen über eine herausragende regionale und überregionale Verkehrsanbindung: Autobahn A3, S-Bahn S2, Buslinie 651 zum Frankfurter Flughafen und Buslinien OF-30 und OF-96 zu den Nachbarkommunen. Der Frankfurter Flughafen ist in weniger als 15 Minuten zu erreichen. In 10 Minuten ist die Innenstadt Offenbach und in 20 Minuten die Frankfurter City erreichbar. Dies sind für internationale Unternehmen attraktive Rahmenbedingungen. Diese Standortvorteile müssen konsequent in den Mittelpunkt der Wirtschaftsförderung rücken und weiter verbessert werden.

Ich möchte die Verkehrsführung der Buslinie OF-30 im Bereich Martinsee ändern und die innerörtliche Vernetzung optimieren. Nach meinen Plänen soll die Buslinie über den Seligenstädter Grund, das Bau- und Gewerbegebiet „Zwerggewann“ und das Vereinsgelände des TSV Heusenstamm mit einer behindertengerechten Haltestelle „Seligenstädter Grund“ zwischen den Unternehmen „MAVI Jeans“ und „KS Tools“ sowie einer weiteren Haltestelle unmittelbar am Vereinsheim des TSV Heusenstamm geführt werden und dann am Kreisel bei der Deutschen Anwaltsakademie weiter – wie bisher – Richtung Rembrücken fahren.

Diese Änderung der Routenführung hat mehrere Vorteile. Einerseits können Mitarbeiter/-innen der Unternehmen ihren Arbeitsplatz schneller erreichen. Hier ist auch der städtische Bauhof geplant. Das Baugebiet Zwerggewann entwickelt sich. Diese vorausschauend verlegte Routenführung kann als Argument für investitionswillige Unternehmen als weiterer Standortvorteil angepriesen werden. Andererseits – und das halte ich für noch wichtiger – können Jugendliche aus Heusenstamm und Rembrücken die Sportanlage des TSV Heusenstamm einfach und sicher erreichen. Derzeit werden Kinder und Jugendliche von ihren Eltern mit Autos zum Sportgelände gefahren. Vor allem junge Sportler/-innen und ihre Eltern hätten durch eine optimale Busanbindung mehr Flexibilität. Insbesondere in den Wintermonaten, wenn es schneller dunkel wird und das Radfahren aus dem Ortskern witterungsbedingt nicht in Betracht kommt. Durch den Verzicht auf Autos wird zudem ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet.

Die vorhandenen Haltestellen sollen sukzessive mit digitalen Echtzeit-Leitsystemen ausgestattet werden. Neue Haltestellen sollten einen W-LAN-Anschluss erhalten und Informationen über Firmenstandorte, Arztpraxen, städtischen Einrichtungen und so weiter enthalten und mit einer digitalen Straßenkarte abrufbar sein. Sie sollen auch mit einer missbrauchssicheren Verknüpfung zur Notrufleitzentrale verbunden werden. Die Maßnahmen können kostenneutral erreicht werden. Hier sollen die großen Städtemöblierer angesprochen werden, die mit laufzeitabhängigem Werbevertrag die Haltestellen auf eigene Kosten herstellen können.

Ich möchte die Frankfurter Straße aufwerten. Der Widerstand für den bloßen Durchgangsverkehr soll erhöht werden und die Abwicklung muss stadtverträglich gestaltet werden. Der Durchgangsverkehr stellt eine Belastung für die Anwohner/-innen dar, ohne dass die dort angesiedelten Unternehmen tatsächlich hiervon profitieren. Durch den Standort der DHL in Obertshausen wird der Verkehr zukünftig im Stadtgebiet zunehmen, auch wenn in der Öffentlichkeit seitens des Unternehmens anderes behauptet wird. Nach meinen Vorstellungen soll der Durchgangsverkehr über die Ringstraße geleitet werden, weil hier die Belastung für die Bewohner/-innen am geringsten ist.

Ich möchte die Nahmobilität der Fußgänger/-innen und Radfahrer/-innen im Binnenverkehr stärken und so die Nutzung von Kraftfahrzeugen auf Kurzstrecken reduzieren. Heute benutzen viele für kürzeste Strecken im Stadtgebiet (zum Beispiel Schulweg, Einkauf und so weiter) ihr Auto. Mein Ziel ist es, die Menschen dazu zu bewegen, hier auf unnötige Fahrten zu verzichten.

Die Stadt hat bereits seit 2007 ein von Prof. Follmann erarbeitetes Radwegkonzept mit interessanten Ansätzen. Ergänzend hierzu möchte ich eine Schülerradroute gestalten, die es Schülern und Schülerinnen ermöglicht, mit dem Fahrrad sicher zur Schule zu fahren und heimzukehren. Dies wird zur Verringerung des täglichen Verkehrs beitragen.